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Die SemiNarren haben die Mitarbeiterveranstaltung der BASF Care Chemicals Division mit vier unterschiedlichen kreativen Stationen begleitet. Die erarbeiteten Ergebnisse wurden im großen Plenum präsentiert. Horst Doenicke, Head of Global Communications Care Chemicals & Formulators und verantwortlich für die Organisation und Durchführung des Events, sowie Carsten Härtl, Change Management Care Chemicals, standen den SemiNews für ein kurzes Interview zur Verfügung.
SemiNews: Hallo Herr Dönicke, wie geht es Ihnen?
Horst Doenicke: Sehr gut – die SemiNarren haben bewirkt, was wir erreichen wollten.
SemiNews: Wie sind Sie auf die SemiNarren aufmerksam geworden und was war der Grund, das Thema We are one team auf diese Weise bei den Mitarbeitern zu platzieren?
Horst Doenicke: Wer sich in der Großindustrie mit Personal- und Unternehmensentwicklung befasst, erfährt, wer sich im Markt tummelt. Da zählen keine schönen Vorstellungspräsentationen, sondern Referenzen, die man bei der Vielzahl der Kontakte in der Industrie erfährt. Wir wollten die „andere“ Veranstaltung, weil ab dann alles anders sein würde. Als Management wollten wir zeigen, dass zu den bisherigen netten Menschen nun weitere nette Menschen hinzugekommen sind. Es war nicht der 25. Workshop im Jahr mit PowerPoint-Folienschlacht und Metaplanwänden gewünscht. Es sollten Herausforderungen gestellt werden, die nur in Teamarbeit mit den „Fremden“ bewältigt werden konnten.
Carsten Härtl: Den Tipp mit den SemiNarren bekamen wir von unseren Corporate Training & Development Kollegen, nachdem wir ihnen unser nicht alltägliches Anliegen erläutert hatten. Die Beispiele in der SemiNarren Homepage und der erste Kontakt mit Uwe Sachs haben uns dann schnell überzeugt.
SemiNews: Welche Erwartungen hatten Sie im Vorfeld an das Event und was sollten insbesondere die SemiNarren leisten?
Carsten Härtl: Wir standen vor dem zunächst widersprüchlichem Ansinnen, der jährlichen Frühsommerparty für die Mitarbeiter eine inhaltliche Botschaft, eine Richtung zu geben. Das aktuelle Thema der Abteilung war die Zusammenlegung zweier vormals getrennter Geschäftsbereiche. Es ging also – und geht noch – um das Zusammenwachsen der Teams, ums Kennenlernen der neuen Kollegen untereinander, mit dem Ziel Schritt für Schritt auch die Zusammenarbeit zu erleichtern.
Bei allem diesem geschäftlichen Hintergrund - der Party-Charakter sollte jedoch nicht zerstört werden. Wir dachten, die SemiNarren mit ihrem Verständnis für betriebliche Organisationsentwicklung und gleichzeitig ihrer Fähigkeit, Leute in lockerer Atmosphäre mitzureißen, müsste die gewünschte Balance meistern können.
Horst Doenicke: Die Rotgekleideten sollten als Externe gesehen werden und motivieren, moderieren, steuern, zum Ziel führen, Hemmschranken abbauen, die spielerische Atmosphäre schaffen, schlummernde Fähigkeiten wecken und das Erarbeitete in bezug auf die gestellte Aufgabe interpretierend präsentieren lassen. Das geht weder mit Internen, noch mit Halbprofis.
SemiNews: Was war rückblickend betrachtet der größte Nutzen? Wie bewerten Sie die Ergebnisse, die über die Work-Factories erarbeitet wurden?
Horst Doenicke: Da kamen die über 200 Menschen zweier zusammengeführter Einheiten zusammen. In den Work-Factories wurde erlebt, gefühlt und begriffen, was die jeweils anderen an spezifischen Fähigkeiten haben müssen, um ihren Job gut zu machen. Gemeinsamkeiten und Synergien wurden herausgearbeitet. Das war das Ziel des Integrationsworkshops gewesen.
SemiNews: Sie sind mit dem Ablauf und dem Ergebnis zufrieden? Gibt es aus Ihrer Sicht kritische Anmerkungen?
Horst Doenicke: Die BASF hat bei der abschließenden Präsentation Beamer und Leinwand eingespart, sonst war aller auf dem erwartet hohen Niveau, auch der Zeitplan wurde eingehalten.
SemiNews: Wie war das Feedback der Teilnehmer?
Horst Doenicke: 95 % positiv, 5 % negativ. Gut, weil man mal unverkrampft auf die das gesamte Geschehen schauen konnte, Menschen aus der eigenen Anteilung traf, deren Namen man nicht kannte und natürlich noch nicht einschätzen können wie sie ticken. Schlecht, weil man traditionell arbeiten wollte, statt die eigene Verrücktheit in Kreativität umzusetzen.
SemiNews: Sie würden uns weiterempfehlen?
Carsten Härtl: Aber klar. Wir haben unsere Erfahrung mit den ganz speziellen Kompetenzen der SemiNarren schon an zentraler Stelle weitergegeben, z. B. für andere Gelegenheiten innerhalb unseres großen Unternehmens.
Horst Doenicke: Events verfolgen viele unterschiedliche Zwecke. Wenn es darum geht, Menschen zusammen zu bringen, um emotional-spielerisch zu erkennen, dass alte Trampelpfade verlassen werden müssen, um in konstruktivem Vertrauen zu und mit anderen Menschen neue Wege zu gehen – dann sind die SemiNarren der Wunschpartner. Das Preis-Leitungsverhältnis stimmt.
SemiNews: Vielen Dank Herr Doenicke, Herr Härtl, dass Sie sich die Zeit für das Interview genommen haben!